Das Buch geht zur Druckerei

Am 11. Januar bringe ich die Daten des Buches „Die Eifel – Was hier alles wächst!“ (ISBN: 978-3-938282-60-1) zur Druckerei Bitter & Loose in Greven (NRW). Lieferbar dürfte es dann Ende Januar sein. Je nach COVID-19-Situation beginne ich mit dem Verteilen der Bücher im Februar. Ich hoffe meine ausgewählten Verkaufsstellen möchten das Buch in ihr Angebot aufnehmen.

In den E-Book-Vertrieb (den mache ich über libreka) kommt das Buch dann wahrscheinlich im Laufe des Februars.

Ende Februar/Anfang März geht dann auch die Blühsaison in der Eifel los. Wer also wissen möchte, was dort alles wächst, kann ja gern das Buch kaufen.

Die Eifel – Was hier alles wächst!

Die Eifel steht für eine besondere Pflanzenvielfalt. Auf engstem Raum wachsen hier atlantische, submediterrane und alpine Arten. Auch eiszeitliche Relikte sind dabei, ebenso Pflanzen, deren nächste Verwandte an der Nordseeküste zu finden sind. Der botanische Reiseführer „Die Eifel – Was hier alles wächst!“ enthält sechs Kapitel mit Pflanzenbeschreibungen, geordnet nach typischen Standorten: Blumen der Wiesen und Kalkmagerrasen, Vegetationsgemeinschaft Buchen- und Eichenwälder, Laubmischwälder in Auen und Schluchten, Flora der Bachufer und Seen, Vegetation der Heiden und Moore und typische Pflanzen der Felswände. Insgesamt werden 172 Arten detailliert beschrieben und auf Farbfotos gezeigt. Zu jeder Pflanze wird allerlei Wissenswertes, das direkt oder indirekt mit ihr zu tun hat, erwähnt. Außerdem werden Standorte genannt, wo die Pflanze in der Eifel anzutreffen ist. Ein letztes Kapitel widmet sich dem Nationalpark Eifel und den Natur- und Geoparks der Region. Dort stehen auch Angaben zu Besucherzentren und Internetseiten.

Ich bin in der Endphase der Produktion, das heißt im optischen Check: stimmen die Fotos, wie liegen die Bildkästen, gibt es Übersatz, ist alles Wesentliche im Index, etc. Danach folgt das Textlektorat. Das macht meine Frau.

Mich wird es irgendwann nerven, mir werden die Augen tränen, die Schultermuskeln knacken. Und wenn es zur Druckfreigabe kommt, werde ich nervös sein, evtl. schlecht schlafen. Aber dann ist es soweit. Das Buch ist fertig. Und Bücher frisch aus der Druckerei haben einen besonderen Geruch. Das ist einer der Reize. Das ist die Mühe wert.

Ich gehe davon aus, dass „Die Eifel – Was hier alles wächst!“ ab 01.02.2021 lieferbar ist.

ISBN: 978-3-938282-60-1, 1. Auflage 2021, 14,80 Euro. Lieferbar ab 1. Feb. 2021

Rohrkolben, Thypha

Die stärkehaltigen Wurzelstöcke (Rhizome) der Rohrkolben sind essbar und wurden in der Steinzeit zu Mehl verarbeitet, aus dem Fladenbrot gebacken wurde. Heute stehen neue Nutzungen im Vordergrund. Rohrkolben können verunreinigte Schlämme entgiften und kommen in biologischen Kläranlagen zum Einsatz, wo sie gemeinsam mit Binsen und Seggen das Schilfrohr unterstützen. Da sie viel Biomasse liefern und schimmelabweisend sind, eignen sie sich als ökologischer Baustoff.

Raus an die Luft, in die Wälder der Eifel

Der November ist bunt. Er hat den Ruf grau, trist und trübe zu sein. In der Eifel ist der Monat schöner, als sein Image. Der erste Frost hat die in der Nacht zum 4. November die Wälder der Eifel erreicht. Für die Bäume ist das ein Zeichen sich endgültig auf die Winterruhe einzustellen.Schon seit einiger Zeit beginnen sie damit, die Photosynthese runter zu fahren und ziehen das Chlorophyll aus den Blättern. Es bleiben Carotinoide übrig.Und die sorgen dafür, dass es im November bunt ist. Auch ohne Sonne leuchten die Laubwälder der Eifel gold-gelb.

Zurzeit strahlen bei Burg Nideggen Eichen, Buchen und Buntsandsteinfelsen in verschiedenen Orange- und Ockertönen um die Wette (vgl. Tour 13 und 14 im Wanderführer Eifel vom Michael Müller Verlag). Das Grün der Weiden, das Gold der Wälder und das Blau des Rursees laden zur Fototour zum Kloster Mariawald oberhalb von Heimbach ein (vgl. Tour 5 im Wanderführer Eifel). Einkehren dürfen Sie im November nicht, aber die Klosterbuchhandlung (in der es auch Käse, Wild und Rindfleisch gibt) ist geöffnet.

Durchs Laub rascheln können Sie zum Beispiel auf dem Römerkanalweg von Nettersheim nach Kall. Das Örtchen Urft ist umgeben von Laubwäldern. Buchen-, Eichen- und Eschenblätter bilden große Haufen vor den Fußspitzen. Fühlen Sie sich wie früher, als Kind (vgl. Tour 11).

Eine meiner Lieblingstouren ist der Schöpfungspfad bei Erkensruhr (vgl. Tour 4), ganz gleich, ob im Frühjahr die Natur erwacht, die Blätter im Sommer Kühle spenden oder die eisigen Nebel des Winters über die Baumwipfel ziehen. Wenn Sie nur schauen möchten besuchen Sie „Vogelsang IP, Internationaler Platz“ auf dem Höhenrücken zwischen Gemünd und Einruhr. Informationsstelle, Ausstellungen und Gastronomie sind im November wegen der Covid-19-Pandemie zwar geschlossen, das Gelände ist aber zugänglich und von dort ergibt sich ein weiter Blick auf die Eifelwälder. Wandern können Sie dort natürlich auch. Es sind verschiedene Wege ausgeschildert (im Wanderführer habe ich einige davon beschrieben).

Wer die gold-gelbe Pracht verpasst hat und erst in die Eifel kommt, wenn die meisten Bäume kahl sind, kann sein Glück in urwüchsigen Wäldern des Kermeter versuchen: junge Buchen behalten ihre Blätter oft den ganzen Winter über.Oder die Buchenhecken in Höfen, bei Monschau: Für die dünnen, flexiblen Äste der Hecken mit ihren dicken Stämmen ist die Schneelast kein Problem. Eine Hecke aus Rotbuchen wirft die Blätter im Winter selten komplett ab.

Das Buch zum Artikel

Gattungen fürs Erste fertig

Jede Gattung, die wir dieses Jahr fotografiert haben, ist inzwischen mit einem oder mehreren Beispielbildern versehen. Die Arbeit am Buch „Eifel – Was hier alles wächst!“ geht voran.

Es wird die Kapitel Wiesen und Rasen, Schluchten- und Auwälder, Gewässer und Ufer, Moore und Felsen geben. Ein Kapitel über die Schutzgebiete der Eifel schließt das Buch ab. Ich rechne damit, dass es Ende des Jahres lieferbar sein wird.

Gattungen bis O

So langsam neigt sich die Fleißarbeit dem Ende entgegen. Beim Einsortieren der Gattungen bin ich inzwischen bei O angelangt. Schaut rein.

Gattungen

In diesem Jahr sind über 8000 Pflanzenfotos in der Eifel entstanden. Wir haben sie nach Gattungen (ca. 170) sortiert. Im Laufe der nächsten Wochen stelle ich hier eine kleine Auswahl vor. Viel Spaß beim Durchklicken.

Botanikbuch oder Bestimmungsapp?

Macht ein Blumenbuch über eine bestimmte Region noch Sinn? Bekomme ich nicht alle Informationen, die ich über eine Pflanze haben möchte über eine App? Name? Herkunft? Wissenschaftliche Abhandlungen? Standort?

Als Verleger von Blumenbüchern kann die Antwort nur lauten: ja, ein Buch macht Sinn. Das Buch ist persönlicher, der Autor hat sich Gedanken gemacht, was beschrieben werden soll. Er versetzt sich in die Lage seiner Leser, versucht mit deren Augen die Landschaft zu sehen, weist ihren Blick sanft in eine Richtung, die sonst im Schatten verkümmern würde. Das können die Apps noch nicht.

Das Goethe-Zitat „Man erblickt nur, was man schon weiß und versteht“, gilt ganz speziell für Botanikbücher.

Mit dem Smartphone in der Tasche, die App mit den besten Bewertungen geladen, geht es los in die Landschaft, mit großer Hoffnung Pflanzen zu sehen, die Natur aufzunehmen. Nur, das haut nicht hin.

Wenn ich als Laie in Bergen, Wäldern und Wiesen unterwegs bin, sehe ich wahrscheinlich eine Tanne, oder ist es eine Fichte? Ein Gänseblümchen, oder ist es ein Berufkraut? Eine Orchidee, oder ist es eine schnöde Sommerwurz, ein Vollschmarotzer?

Die beste App nützt nichts, wenn ich nicht weiß, für was ich sie benutzen soll. Das Buch zeigt mir die Natur, zeigt mir, wohin ich schauen kann, um was Neues zu sehen, zeigt mir Dinge, von denen ich nicht mal wusste, dass es sie gibt. Das Buch mit mir agiert. Die App reagiert nur.

Ein botanischer Reiseführer über kleinräumige Regionen verrät mir, wo ich interessante Pflanzen finde. Mit der App muss ich sie schon selber finden und erfahre über den Standort: Mitteleuropa?

Im Buch steht Wissenswertes über eine Pflanze, das sich die Autoren überlegt und erarbeitet haben. Das Wissenswerte in der App liefert ein Algorithmus.

Ein Buch ist menschlich, die App eine Maschine.